M

Drei Fragen die du beantworten solltest, bevor du auf Mitarbeitersuche gehst

Meistens läuft es doch so ab. Entweder es kündigt jemand und schneller als du gucken kannst, brauchst du jemand Neues, oder Frau Müller geht in Rente, und irgendwie ist es im Tagesgeschäft untergegangen, dass wir die Stelle neu besetzen müssen.

Will sagen, tendenziell läuft die Gewinnung neuer Mitarbeiter kurz vor knapp und damit unter einem gewissen Zeitdruck ab. Oft werden dann die Anzeigen geschaltet, die schon beim letzten Mal viel zu teuer waren und nicht viel gebracht haben. Irgendwas muss ja jetzt passieren.

So oder so ähnlich geht es vielen kleineren Unternehmen. Damit sich dieses Spiel nicht ständig wiederholt, macht es Sinn, sich ein paar Fragen zu stellen, die dir helfen, deine Mitarbeitergewinnung auf solidere Füße zu stellen.

 

Was macht uns als Unternehmen aus?

Eine Frage, die Berater und Coaches gerne stellen und die beim Mittelständler oft zu einem Fragezeichen im Gesicht führt. „Was soll denn die Frage jetzt bitte? Wir suchen Mitarbeiter, keine Visionen.”

Hier sei kurz erklärt, dass Menschen immer mehr nach dem Sinn ihrer Arbeit suchen und sich angezogen fühlen von klaren Statements zu Sinn und Zweck des Unternehmens (außer Gewinn zu erwirtschaften, das ist selbstverständlich). Das heißt herauszufinden, warum du mit deinem Unternehmen angetreten bist, ist das, was dich im Kern anziehend macht für gute Mitarbeiter und ist somit ein immer wichtigeres Werkzeug zur Mitarbeitergewinnung und natürlich auch zur Bindung.

Wichtig ist es dabei, menschlich zu bleiben und nicht so hohl klingende Phrasen wie : „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt“  zu dreschen, sondern einfach klar und deutlich zu formulieren, warum dein Unternehmen angetreten ist. Manchmal muss man da ein wenig graben, um an den Kern zu gelangen. Es lohnt sich aber, weil das Finden deines Kernes gleichzeitig einen klaren Leitfaden für die Kommunikation nach außen gibt.

 

Was genau suchen wir?

Die eierlegende Wollmilchsau gehört, so hart es auch ist, ins Reich der Legenden. Auch bei Mitarbeitern. Deshalb lege genau fest, was die Stelle für “muss” Anforderungen und was für “kann” Anforderungen hat. Je genauer die Arbeitsplatzbeschreibung ist, desto besser kannst du die Anforderungen in deiner Stellenausschreibung kommunizieren und umso weniger nichtssagende Füllwörter musst du benutzen.

Das hebt dich nicht nur klar aus dem Meer der unklaren Stellenausschreibungen ab, sondern sorgt auch dafür, dass sich die richtigen Kandidaten bei dir bewerben.

 

Wen genau suchen wir?

Das ist ein fast noch wichtigerer Punkt. Was nützen dir Mitarbeiter, die zwar alle Ausbildungen und Anforderungen erfüllen, die aber nicht zueinander passen, nicht ins Team passen, nicht zur Firma passen, oder einfach menschliche Totalausfälle sind?

Je besser deine Wünsche und Ziele und vor allem deine Unternehmenswerte zu denen deiner Mitarbeiter passen, desto weniger Konflikte, innere Kündigungen und Reibungsverluste gibt es und weniger Reibung bedeutet am Ende des Tages mehr Gewinn. Ganz einfach.

Also mache dir ein klares Bild davon, wen genau du suchst. Als Person, als Mensch, als Mitarbeiter.

Weiterhin hilft dir das in der Ansprache. Je besser du eingrenzt, wen du ansprechen möchtest, desto klarer und wirksamer ist die Kommunikation.

Wer zwei Hasen jagt, fängt am Ende keinen.

 

Diese drei Fragen bilden die Basis der Mitarbeitergewinnung und die sollten in deinem Unternehmen klar sein. Egal, aus welcher Branche du kommst. Sie bilden die Grundlage dafür, dass Interessenten deinen „Duft“ wahrnehmen können und das wiederum ist das, was zwischen „bei dem bewerbe ich mich“ und „uninteressant, ich scrolle mal weiter“ entscheidet.

Es gilt deinen Unternehmenskern in deiner Stellenausschreibung so zum Ausdruck zu bringen, dass die Richtigen aufmerksam werden, auf deine Ausschreibung klicken und beginnen, dich interessant zu finden, obwohl es da draußen noch ganz viele andere gibt.